Wie breit ist der Fluss? Das ist tatsächlich unterschiedlich, denn in seinem Verlauf ist ein Fluss mal schmaler und mal breiter, mal tiefer und mal flacher. Eine Messung gibt uns aber zumindest einen Eindruck und es ermöglicht uns, verschiedene Flüsse zu vergleichen.
Wer es genau wissen will, misst den Fluss einfach an mehreren Stellen und rechnet den Durchschnitt aus.
A: Mit Brücke
Geh auf die Brücke. Stell dich an die Stelle, an der das Wasser das Ufer berührt. Miss die Flussbreite genau ab hier und bis zur anderen Seite, wo das Wasser wieder endet. Miss mit großen Schritten (etwa einen Meter) oder noch besser: mit einem Zollstock oder einem Maßband.
B: Ohne Brücke
Das ist schon deutlich schwieriger. Hier sind drei Varianten dafür:
1: Zu zweit, oder noch besser zu dritt:
Bild 1: Person 1 stellt sich mit einem Stift oder Stock ans Ufer. Person 2 stellt sich mit deutlichem Abstand auch ans Ufer, am besten dorthin, wo am anderen Flussufer ein markantes Objekt ist, etwa ein Baum (Bild 1). Person 1 hält den Stift/Stock so vor sich hin, dass die Länge genau der Flussbreite entspricht. Bewege den Stift/Stock vor und zurück, bis die Breite passt.
Bild 2: Bewege den Stift/Stock jetzt zur Seite, so dass er bei Person 1 als Markierung beginnt.
Bild 3: Wenn ihr zu zweit seit, kannst du Person 1 zurufen, bis wohin sie laufen soll, um die Distanz zu messen. Wenn ihr zu dritt seid: Person 3 kann sich jetzt genau dahin stellen, wo der Stift/Stock jetzt endet. Messt die Distanz mit großen Schritten, einem Zollstock oder Maßband.
2: Christoph von der Sendung mit der Maus kennt einen super Trick, das geht auch alleine. Hier geht's zur Sachgeschichte "Flussbreite messen".
3: Wenn ihr es genauer ausrechnen möchtet, dann findet eine erwachsene Person, die gerne forscht und baut und ganz gut in Mathe ist. Dann könnt ihr euch gemeinsam ein altes römisches Messinstrument bauen, ein Groma. Wir haben uns auch ein Groma gebaut und fanden das sehr spannend!
Wie man damit die Flussbreite berechnet, könnt ihr hier nachlesen.



