Tümpel bauen

Ein Miniteich im Kitagarten oder auf dem Schulhof bietet viele Gelegenheiten zur Naturforschung. Für einen Tümpel reicht ein großes, wasserdichtes Gefäß, etwa eine Mörtel- oder alte Badewanne. Das Gefäß kann frei stehen, noch viel bessser ist es jedoch, wenn es eingegraben wird. So sieht es „natürlicher“ aus und ist für Tiere viel besser zugänglich. Mit einem Stück Teichfolie kann man die Form des Tümpels selbst bestimmen. Er sollte aber unbedingt tief genug sein, dass er im Sommer
nicht austrocknet.

Du brauchst:

  • eine große Wanne oder Teichfolie
  • Erde
  • Wasserpflanzen
  • vielleicht Kiesel oder größere Steine für die Gestaltung


Standort: Halbschatten, 6 Stunden Sonne / Tag sind optimal
Größe: Mindestvolumen 40 Liter, je größer, desto besser
Füllung: Unten hinein Kiesel, Teicherde nutzen, um verschiedene Wasserpflanzen einzusetzen, für verschiedene Pflanzhöhen große Steine einlegen.
Tipp: Besser Regenwasser als Leitungswasser zum Befüllen nutzen.

Idealerweise gibt es im Bekanntenkreis jemanden mit Teich, bei dem man einige Pflanzen und etwas Teichwasser für den
Start bekommen kann.
Bei Gefäßen mit steilem Rand, ist es sehr wichtig, einen dicken Stock in den Tümpel zu integrieren. Molche etwa müssen aus dem Wasser auch wieder hinauskrabbeln können. Insekten oder Kleintiere, die hineingefallen sind, können sich so retten.
Amphibien dürfen nicht gefangen und umgesetzt werden! Selbst mitten in der Stadt werden sich im Tümpel Tiere und Pflanzen ganz von alleine einfinden. Vögel, die an verschiedenen Wasserstellen trinken oder baden, transportieren zum
Beispiel kleine Eier oder Samen an den Füßen oder im Gefieder. Vielleicht kommen sogar Libellen und legen ihre Eier ab. Die Libellenlarven und Wasserläufer werden sich dann gierig über Stechmückenlarven hermachen. Teichschnecken fressen Algen. Ist der Tümpel in den Boden eingelassen, können auch Molche kommen. Sie fressen ebenfalls gerne Stechmückenlarven. Molche leben im Wasser und an Land. Ein Stein- oder Holzhaufen und altes Laub bieten ihnen ein geschütztes Versteck und einen Platz für die 3–4 Monate dauernde Winterstarre.
Auch viele landlebende Tiere werden sich über den Tümpfel freuen – besonders im Sommer sind
Wasserstellen für Vögel, Igel, Füchse, Eichhörnchen u.v.a. sehr wichtig.
Keine Fische einsetzen! Sie fressen im kleinen Tümpel die Eier und Larven vieler anderer Tiere und könnten
im kleinen Becken im Winter erfrieren.

 

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