Wir bauen eine Dampfmaschine

Folge 8 aus der Reihe „Klimawandel verstehen“

Industrialisierung
Ab 1850 setzen sich maschinenbetriebene Fabriken durch. Überall entstanden sie, so konnten mehr Dinge produziert werden und das günstiger. Denn vorher wurde das meiste von Hand hergestellt. Die modernen Maschinen und Fabriken veränderten das Leben der Menschen stark. Ihre Lebensbedingungen verbesserten sich insgesamt.
Auch auf den Feldern wurden Maschinen eingesetzt. So wurden in der Landwirtschaft weniger Hände gebraucht und viele Menschen konnten in anderen Berufen arbeiten.

Die Industrialisierung brachte viele Fortschritte.

Da die Maschinen mit Kohle und Öl betrieben wurden, produzieren wir Menschen seit dieser Zeit auch viel CO2. Der Anteil dieses Gases an der Luft nimmt seither stetig zu. Genau parallel dazu steigt auch die Temperatur auf der Erde immer weiter an.

Die Lösung für das Problem: Wir müssen unsere Maschinen mit sauberer Energie betreiben. Mit Energie aus Wind, Wasser und Sonne.

 

Dampfmaschine
Viele der früheren Maschinen wurden mit Dampf betrieben. Ein Feuer erhitzte Wasser in einem Kessel. Der austretende Wasserdampf trieb die Maschine an.
Erste Dampfmaschinen gab es schon in der Antike. Sie hatten keine Funktion. Die Menschen waren einfach fasziniert davon, dass der Dampf eine Bewegung auslöste.
Später trieben sie dann Maschinen an. Eine sehr frühe Dampfmaschine pumpte zum Beispiel das Wasser aus Bergwerken (konstruiert 1712).
Auch die alten Eisenbahnen waren alle große Dampfmaschinen. Die erste fuhr 1825 in England.


Dampfmaschine bauen
Wie in der Antike bauen wir eine Dampfmaschine, die keine Funktion hat. Der Dampf treibt eine Dose an, sie dreht sich schneller und schneller.

Theoretisch könnte man diese Drehbewegung nutzen, um Strom zu erzeugen oder um einen Faden aufzuwickeln oder ... was fällt dir noch ein?

Du brauchst:
- eine Getränkedose
- eine dicke Nadel oder einen Nagel
- eine Schnur
- ein feuerfestes Gefäß, etwa eine leere Getränkedose
- Grillanzünder (oder einen Bunsenbrenner)
- einen Erwachsenen, der das Experiment begleitet

 

  1. Pikse ein Loch in die Dose, etwa in der Mitte. Insbesondere, wenn die Dose ein kohlensäurehaltiges Getränk enthält, wird die Flüssigkeit sofort herauslaufen oder sogar spritzen. Halte also ein Glas darunter.
  2. Pikse auf der gegenüberliegenden Seite ein zweites Loch in die Dose. Lass die Flüssigkeit komplett herauslaufen.
  3. Fülle etwas Wasser in die Dose. Dazu musst du sie nur mit einem Loch unter den Wasserhahn halten und geduldig warten. Das Wasser sollte etwa 2–3 cm hoch in der Dose stehen. Das kann man natürlich nicht sehen, sondern nur schätzen. Ungefähr.
  4. Führe die Nadel (oder den Nagel) noch einmal in das Loch. Biege die Nadel zur Seite. Jetzt zeigt die Öffnung des Loches zur Seite. Beim anderen Loch wiederholen. Beide Löcher müssen in die gleiche Richtung zeigen.
  5. Binde eine lange, dünne Schnur an den Öffner. So, dass die Dose möglichst gerade hängt.
  6. Hänge die Dose auf. Je länger der Faden, desto besser kann sie sich drehen.
  7. Spätestens jetzt sollte ein Erwachsener dabei sein! Mache ein Feuer unter der Dose. Wir haben dazu etwas Grillanzünder in eine leere Metallkonserve von einem Brotaufstrich gelegt. Diese Metallschale wird sehr heiß. Sie muss auf einem hitzebeständigen Untergrund stehen. Am besten draußen.
  8. Wenn das Wasser richtig heiß wird, entwickelt sich Dampf. Der Dampf strömt als weiße Wölkchen aus den Löchern und treibt die Dose an. Sie dreht sich schneller und schneller ...

 

Vorsicht, Dose und Feuerbehälter sind auch nach dem Experiment noch richtig heiß.

 

 

Feuer produziert viel Rauch und CO2. Glücklicherweise gibt es heute Elektromotoren und andere saubere Antriebsmöglichkeiten.

 


„Klimawandel verstehen“ – gefördert von: arcus

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